Zur Sitemap

 

Verfüllhindernis 2

Benutzerdefinierte Suche
 

In den Städten des Ruhrgebiets wurden tausende Luftschutzstollen im Untergrund vorgetrieben. Viele davon geplant und genehmigt, aber auch viele ohne dass je eine Behörde davon erfuhr. Meist erfährt man von den fast vergessenen, illegal gebauten Stollen erst durch Befragung , bzw. vom Hörensagen.

Aber selbst wenn Pläne vorliegen heißt das nicht daß die Stollen auch so verlaufen wie sie sollten. Größere Lageabweichungen sind in der Praxis relativ oft angetroffen worden.

Von den Stollen selbst erfährt man i.d,R. erst, wenn

  • diese bei Baumaßnahmen , bzw. bei deren Altlastenrecherchen durch Akten auftauchen
  • Tagesbrüche entstanden sind
  • Setzungsschäden, bzw. Risse an Bauwerken entstanden sind 
  • Planungen stattfinden

Meist werden die Stollen erst dann gesucht. Üblicherweise finden zur Suche Erkundungsbohrungen statt. Das Problem aber, einen Luftschutzstollen mit wenigen Bohrungen zu treffen ist um so größer, je ungenauer die vorliegenden Lagepläne sind und um so kleiner der Stollen selbst ist. Manche LS - Stollen haben eine Breite von lediglich 1,40 Metern, was bei einem Bohrraster mit Bohrabständen von 10 Meter bedeutet, daß die Trefferquote sehr gering ausfallen kann. Aber selbst bei einem Bohrraster von 5 m besteht die Möglichkeit, einen 1,40 m breiten Stollen nicht zu finden.

Verfüllungen40

Mit 1,40 m Durchgangsweite und 40 cm Mauerwerk, insgesamt also ein Bauwerk mit 2,20 m Breite ist nicht einfach zu lokalisieren

Verfüllungen41
Verfüllungen42

Ein 5 m Bohrraster und kein Treffer

zum nächsten Verfüllproblem