|
2012
Gleich zu Jahresanfang sichteten wir unter einer Kirche einen freigelegten Keller, der sich als Heizungsraum entpuppte. Die unterirdische Räumlichkeit hatte zwar nichts mit Luftschutz zu tun, wurde aber dennoch mit Aufmaß und daraus resultierender Zeichnung, wie auch bildlich im Rahmen der Amtshilfe dokumentiert.
2011
Der Dezember war der Monat der Aufrüstung. Wir haben begonnen auf modernere Darstellungs - und Auswertungsmöglichkeiten umzustellen. Auf der Basis von Autocad 2012 steht uns nun auch das neue Autodesk Raster Design zur Verfügung. Die 64 Bit Versionen ermöglichen u.a. schnelleres Arbeiten mit den historischen Karten.
An der Stadtgrenze Bochum / Hattingen wurde ein zwar vermuteter, aber bis vor kurzem noch nicht aufgefundener Stollen mehr oder weniger durch Zufall freigelegt. Die Dokumentation dieses Stollens erforderte nicht viel Zeit, da dieser nicht fertiggestellt war. Insgesamt waren an dieser Stelle lediglich 17 m aufgefahren worden. Das begonnene 2. Zugangsbauwerk dürfte einen ähnlichen Fortschritt haben, konnte aber noch nicht lokalisiert werden
Ein Loch in Bochum-Gerthe war für den WDR spannend genug für einen Lokalzeitbeitrag. Dabei erhielten die Zuschauer einen kleinen Einblick in unsere Tätigkeit.. Der abschließende Kommentar, bzw. die Rechtseinschätzung einer Rechtsanwältin war aus Sicht der Fachleute allerdings weit daneben gegangen. Den Rat den diese Dame gab sollte niemand wirklich befolgen.- in diesem Fall ist ein reiner Luftschutzstollen Ursache des Tagesbruchs - Die Dame hatte Bergbau und Luftschutz durcheinander gewürfelt. Fakt ist: Wenn von einem reinen Luftschutzstollen Gefahren ausgehen oder Schäden eintreten, sollte man es tunlichst unterlassen, eine Klage gegen das Bergamt anzustreben. Eine solche Klage würde mit Sicherheit abgewiesen, weil das Bergamt nicht für reine Luftschutzanlagen zuständig war und ist, zumal die meisten Luftschutzstollen Antragsanlagen sind, wie im vorliegenden Fall, und diese von Selbsthilfe - Stollengemeinschaften aufgefahren wurden.
Auf dem Stahlwerkplateau fand eine Nachuntersuchung statt. Mehrere Baggerschürfen zeigten, daß ehemalige Kelleranlagen mit Lockermassen verstürzt wurden. Wegen der Größe dieses Bereiches und wegen der Kosten, wurden diese Untersuchungen nur punktuell durchgeführt. Hintergrund ist, daß der Bereich der ehemaligen Stahlgießerei neuzeitlich bebaut werden soll. Falls das tatsächlich geschieht, würden historisch bedeutende, derzeit noch vorhandene unterirdische Zeugnisse der ehemaligen Entwicklung des BV, mithin der Stadtgeschichte, komplett beseitigt werden. Eine Einbindung der vorhandenen Bauten ist leider noch nicht vorgesehen. Zudem wird dadurch eine weitere unterirdisch angelegte, weltweit einmalige und sehenswerte bauliche Lösung der Schlackenabfuhr gefährdet.
Vielleicht erkennt ja irgendein Entscheider in dieser Sache das Potential der unterirdischen Anlagen, so daß diese der Nachwelt erhalten bleiben
Die Sicherung der Petrikirche wurde vom SBB begleitet und per Foto dokumentiert. Die Verfüllarbeiten dauerten bis Mai diesen Jahres. Mit der Freigabe konnte die Einführung des neuen Pastor Loer programmgemäß stattfinden. Zu diesem feierlichen Anlaß waren Gutachter und SBB eingeladen. Ca. 1000m³ Dämmer waren notwendig gewesen, um die zusammenbrechenden Luftschutz- und Bergbauhinterlassenschaften dauerhaft zu sichern. Die Hauptproblematik bestand darin, daß der Stollenverlauf unter tragenden Bereichen des Kirchenbauwerkses verlief.

Im Januar fand ein Vortrag über die Tätigkeiten und Ergebnisse des SBB auf dem Gelände der Hattinger Henrichshütte statt.
Das Jahr 2011 begann mit Tagesbruchmeldungen und Feststellungen topographischer Veränderungen.
2010
Das Jahr begann mit kleineren Tagesbrüchen, seltsamen baulichen Resten und viel Archivarbeit. Auffällig war die Befahrung eines wasserführenden Stollens, direkt an einer Landstraße. Hier half nicht nur das THW, sondern auch ein Team von Bergbaubefahrern, zusammengestellt von Sigurd Lettau, BGVR e.V.
Nebenbei wurden weitere Dreharbeiten für eine Reportage unterstützt, deren Ausstrahlung derzeit weder feststeht, noch gesichert ist.
Des weiteren wurde wieder ein Stollen angetroffen, der bis dahin weder in der Stadt, noch in übergeordneten Behörden als Luftschutzstollen bekannt war.
Kai Ohlenbostel ist nicht mehr Mitglied des SBB.
Die Dokumentation über den Luftschutz in der Henrichshütte ist fertig und wird vermutlich ab August erhältlich sein
Die Reportage über den historischen Luftschutzstollen in der Henrichshütte Hattingen wurde von center.tv hergestellt und bereits mehrfach ausgestrahlt. Der Beitrag besteht aus 4 Teilen, die über die Links auf der Startseite abrufbar sind.
Im Rahmen der Begutachtung eines Stollens der Bochumer Petrikirche wurde am 4.12. Gefahr im Verzug festgestellt. Es bestand absolut dringender Handlungsbedarf, der der Eigentümervertreterin in Form unseres üblichen Befahrungsberichtes am 5.12. mitgeteilt wurde. Darauf wurden von der Kirchengemeinde kurzfristig alle notwendigen Sicherungsmaßnahmen veranlasst und entsprechend Fachfirmen beauftragt, die Gefahr zu beseitigen. Am 8.12. führten wir die Spezialisten der verschiedenen Fachfirmen vor Ort, damit sie sich selbst ein Bild vom Ausmaß des verheerenden und höchst gefährlichen Zustandes machen konnten . Die Sicherungsmaßnahmen begannen sofort am nächsten Tag und werden vermutlich bis Februar/ März 2011 andauern.
Seit Dezember sind der SBB und der BGVR e.V. jeweils Mitglied auf Gegenseitigkeit. Um die Gemeinsamkeiten in der Praxis aufzuzeigen, trafen sich Mitglieder des BGVR e.V. in der Henrichshütte zu einer Stollenbesichtigung

2009
Die Recherchen im Bereich Hattingen laufen auf Hochtouren. Nebenbei konnten wir bei der Abwicklung mehrerer Objekte unterstützend helfen
Seit Juli finden Dreharbeiten für eine Reportage über unsere Tätigkeiten statt, die Ende November noch nicht ganz abgeschlossen sind.
Im Oktober unterstützten wir einen Vordiplom-Film mit dem Titel “Gutes Wetter für einen Luftangriff”. Hierzu fanden mehrtägige Dreharbeiten im Luftschutzstollen der Henrichshütte statt. Die Studenten der WAM Medienakademie Dortmund hatten in dem Stollen reichlich zu tun und wir konnten intensiv Blicke hinter die Kulissen werfen
Die Primärrecherche im Bereich des Hattinger Bereichs wird betrieben und Monate andauern. Wer hier mit Kenntnissen, Fotos aus der Luftschutzzeit, Plänen oder Schreiben mithelfen kann, würde nicht nur dazu beitragen, die Geschichte weiter zu erhellen, sondern auch die Hattinger Luftschutzbauten besser einschätzen zu können
Gefahr im Verzug - Tagesbruch in Hattingen - Menschen wurden evakuiert. Der SBB weist vor Ort die Zuständigen der Verfüllmaßnahme ausdrücklich auf zu erwartende Probleme hin, die durch eine blinde Verfüllung entstehen können. Es wurde zudem dringend davon abgeraten, hier ohne weitere Kenntnisse Beton in die erbohrten Hohlräume fließen zu lassen, weil die ehemaligen Grubenbauen nachweislich im Krieg zu Luftschutzzwecken umgebaut wurden. Dennoch wurde weitergemacht und hatte ein für die Gutachter und Ausführenden eine mehr als unliebsame Überraschung zur Folge. Bild: Ein breiter Strom Verfüllmasse fließt noch über eine Stunde nach dem Verfüllstop über den Leinpfad. Die Verfüllmaßnahme konnte kurz nach dem sichtbaren austreten gestoppt werden, weil der SBB gerade eine genauere Untersuchung des Stollens tätigen wollte
Kurz vor den heißen Faschingstagen nahmen wir die Ruhrnachrichten mit in den Hattinger Untergrund der Henrichshütte. Das Jahr 2009 beginnt mit Datenbankaufbereitung und Archivpflege
2008
Die Fachgruppe Dortmund, unter der Leitung von Herrn Ohlenbostel, führte durch den Atombunker zugunsten von Aktion Elterntreff e.V. Bei den Führungen durch den Atomhochbunker kam ein Spenden - Erlös von 2.138,23 Euro zusammen. Nov. 2008 - Vermessung und Dokumentation eines Stollens in Hattingen. Im Oktober konnten wir bei Bauprojekten helfen, nachdem unerwartet Luftschutzbauten im Untergrund aufgefunden wurden. Nachdem in einer Besprechung das Thema - wer macht was für den Studienkreis Bochumer Bunker zur Sprache kam, stand fest, daß der Medienservice Förstemmann uns von Anfang an mit Rat und Tat unterstützte und noch heute ungezählte Stunden in unseren Verein investiert und deshalb als Unterstützer geführt wird --- Im Rahmen der Dokumentation von Luftschutzanlagen filmen wir diese. Auszüge aus den entstandenen Aufnahmen werden aufbereitet und können nun betrachtet werden. Am 19.9.08 explodierte eine 220 Kg Bombe auf dem Henrichshüttengelände. Vermutlich wurde der Zünder durch Baggerarbeiten ausgelöst. Es gab 17 Verletzte --- Seit Mai werden neuste Erkenntnisse über den BV eingepflegt. Diverse Bautätigkeiten ermöglichten zudem punktuelle Einblicke und bestätigten die theoretischen Informationen in der Praxis. --- Der Museumsbunker wurde aufgebrochen und einiges gestohlen. --- Gleich nach dem Jahreswechsel bis März bestand die Hauptarbeit aus Homepagepflege. Zahlreiche Infos werden hier nun Interessierten zur Verfügung gestellt. --- Am Rande fanden 2 Fachführungen statt. --- Eine Schwerpunktrecherche zum speziellen Thema RL-Nummern fand statt, ist aber noch nicht abgeschlossen. Diesbezügliche Erkenntnisse wurden in die Datenbank der Braunschweiger Luftschutzfreunde eingepflegt und sind nun abrufbar. --- Des weiteren nahmen wir mal wieder ein Kamerateam mit in den Untergrund. An und für sich ist das Ergebnis ganz respektabel, bis auf die Kleinigkeit einer sofort ins Auge fallenden, falsch geschriebener Namenseinblendung (Mehler statt Maehler). --- Eine Überraschung war, daß wir fast schon spontan einen Nivellierlaser von der Fa. Glunz gesponsert bekamen. Wir danken hier Herrn Glunz an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich.
2007
Das Jahr begann mit Archivrecherchen im Stadtarchiv Hattingen (Welper). Zahlreiche Erkenntnisse konnten bereits eingearbeitet werden, so daß die Schwerpunktermittlungen ab 2008 auch in Hattingen erfolgen können. Nebenbei wurden zwei weitere Hochbunker dokumentiert.
Nebenbei nahmen wir für die Dokumentation "Was von der Kohle bleibt - Bergschäden im Ruhrgebiet und in Lothringen" (gesendet: Phönix, WDR und ARTE) ein Kamerateam mit Untertage. In der Reportage wurden verschiedene Formen von Bergschäden beschrieben , darunter auch das Problem des tagesnahen Bergbaus und der Tagesbrüche im südlichen Ruhrgebiet.
Durch unsere Vorort- Recherche in der Hattinger Henrichshütte konnten wir nun die vierte Hängebahn “ausgraben”
Die Aktion, zugunsten Aktion Lichtblicke e.V. , von der Fachgruppe Dortmund selbstständig organisiert und durchgeführt, war ein voller Erfolg. Die Führungen waren fast alle ausgebucht. Die Organisatoren der Fachgruppenleiter Kai Ohlenbostel und die Projektsteuerung von Tim und Karin Henrichs, bewiesen hier ihr Können und ihre Leistungsfähigkeit.
2006
Gegen Jahresende fand ein Besuch des Bundeswehrdepot`s in Lorch statt. Diese unterirdische Stollenanlage mit mehreren Kilometer Länge ist zwar derzeit noch aktiv, soll aber um 2010 stillgelegt werden. Der SBB war vertreten durch Ralph Passbach, Michael Ide, Kai Ohlenbostel und Wilfried Maehler. Ein Grund der Befahrung war um zu ermitteln ob und wie ggf. diese Anlage in Form eines unterirdischen Museums der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden könnte.
Im Herbst 2006 machten wir wieder einmal eine Informationsfahrt im Rahmen eines Ausflugs zum Bunker Erich in Erndtebrück (Kreis Siegen). Die Fahrt dauerte wie geplant rund 1 1/2 Stunden. Ralph Passbach führte alle, die sich noch nicht auskannten durch die Anlage. Die anderen waren auf Detailsuche. Des öfteren waren in der weitläufigen Anlage wie gewohnt erstaunen ausdrückende Geräusche zu vernehmen. Die Kameras machten “Dauertests”. Und selbst wer sie kennt, die Anzeigetafel ist immer wieder der Anziehungspunkt

2006 konnten wir weitere Informationen zusammentragen. Die daraus resultierenden Erkenntnisse sind zwar nicht immer luftschutzrelevant, konnten aber teilweise in anderen Bereichen unterstützend eingesetzt werden. Die Jahresstatistik 2006 zeigt wachsendes Interesse am Thema Luftschutz. 2006 konnten wir 71976 Homepage-Zugriffe auf unsere Seiten registrieren (25446 in 2005).
Seit Juli 2006 ist das Betätigungsfeld des SBB e.V. räumlich ausgeweitet. Hinzugekommen ist der LS - Ort Dortmund unter der Fachgruppenleitung von Herrn Kai Ohlenbostel (bekannt unter Bunker-Dortmund.de). Die gewonnene Erfahrung aus zwei Städten sind der erste Schritt, den Luftschutz im Ruhrgebiet erklärbar zu machen. Die Dortmunder LS - Geschichte wird wie bisher auf der Dortmunder Homepage weitergeführt und auch fortgeschrieben
2005
Der Studienkreis Bochumer Bunker konnte 2005 am Tag des offenen Denkmals in Bochum und Hattingen an Hand mehrerer Objekte verschiedene Luftschutzmaßnahmen aufzeigen. Speziell in Hattingen fanden sowohl Fachführungen durch das ehemalige Hüttengelände (Thema Werksluftschutz der Henrichshütte), als auch Stollenführungen statt. Ergänzend lagen im Museum Bilder verschiedener Luftschutzanlagen aus, die ebenfalls großen Anklang fanden. In Bochum lag der Schwerpunkt natürlich wieder beim Tiefbunker in Linden. Hier konnten wir mithelfen, daß 1500 Personen einen kleinen Einblick in diese Anlage nehmen konnten.
Ein besonderer Deckungsgraben der ehemaligen Zeche Lothringen wurde 2004 vom SBB dokumentiert . Es handelte sich hierbei um eine Luftschutzanlage innerhalb eines Zwangsarbeiterlagers
Unsere Schwerpunktrecherche lag anfangs auf dem Gelände des Bochumer Vereins (BV). Zwischenzeitlich ist das Werksgelände der Hattinger Henrichshütte dazugekommen. Auch hier fanden bereits sehr fruchtbare Recherchen statt. Teilweise liegen auch Kenntnisse der ehemaligen Ruhrstahl AG Witten, Brackwede und Gelsenkirchen vor.
Die Untersuchung und Dokumentation der Hoch- und Tiefbunker läuft parallel zu den Gebietsrecherchen und dauert etwa 2 - 3 Monate / Bunker. Im Ergebnis werden diese Anlagen gefilmt und fotografiert, Pläne und ggf. eine Statik erstellt, sowie auf Schadstellen untersucht. Ein abschließender Zustandsbericht an den Eigentümer der Anlage ist selbstverständlich. Die Vergleichsdatenbank der Bunker wird permanent gepflegt.
Wir suchen (leihweise)
Schriften, Bilder, Pläne, Zeichnungen, Briefe und Abhandlungen, die den Luftschutz im Bereich des ehemaligen Siedlungsverbandes Ruhrkohlenbezirk beinhalten oder speziell den Luftschutzort Bochum mit den Städten Wattenscheid, Hattingen, Witten, Wanne-Eickel, Wanne, Herne und Castrop-Rauxel berühren.
Weiterhin benötigen wir noch Materialien zu den Themen: Freiwillige-, Werks- und Berufsfeuerwehren, Feuerlöschwesen allgemein, Feuerlöschteiche, Zisternen, RAD, Werksluftschutz, OT-Vertragsfirmen, private Luftschutzstollen, Bochumer Verein, Vereinigte Stahlwerke, und der Henrichshütte mit dem Thema Luftschutz
Da der Luftschutz im Luftschutzort Bochum nicht so ohne weiteres erklärbar ist, trägt jede Information dazu bei, einen Teil der Stadtgeschichte zu erhellen.
Durch das gesammelte Wissen um die alten Luftschutzanlagen konnten unsere Erkenntnisse bei verschiedenen neuerlichen Bauplanungen in der Vorplanungsphase mit einbezogen werden, so daß unliebsame Überraschungen in Form von höheren Kosten und längerer Bauzeit vermieden wurden.
Informationen über den Bochumer Untergrund, dazu zählen auch als Luftschutz genutzte oberflächennahe Bergwerke und Stollen, können dazu beitragen, die Sicherheit - Gefahrenlage gerade bei Tagesbrüchen etc. zu beurteilen - im Idealfall sogar Vorsorge zu treffen.
Die Leistungsfähigkeit unseres Vereins ist noch nicht erreicht.
|