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Bereits vor dem Krieg lief die weltweite Waffenentwicklung auf Hochtouren. Im ersten Weltkrieg hatten die Militärs ein neues “Spielzeug” gefunden - das Flugzeug. Bei den anfangs noch abgeworfen Handgranaten blieb es nicht. In kürzester Zeit wurden Bomben konstruiert und die Flugzeuge für deren Einsatz hergerichtet. Die damals im Kriegseinsatz stehenden Zeppeline (Luftschiffe) waren zu langsam und die Verluste zu hoch. Die Zeit, in der ganze Armeen transportiert werden mußten und der Feind nur auf dem Landweg gezielt und effektiv geschädigt werden konnte war mit dem modernen, schnellen Flugzeug vorüber.
Deshalb mußten die Luftschutzmaßnahmen entsprechend der Auswirkungen der Angriffsmittel angepaßt werden, wobei die Waffentechnik immer einen Sprung vorne lag.
Die damaligen Haupt - Angriffsmittel selbst kann man einteilen in:
- Explosivwaffen
- Brandwaffen
- Chemische Kampfmittel
Explosivwaffen
Unter Explosivwaffen fallen Bomben, die mit chemischen Sprengstoffen wie z.B. TNT (Trinitrotoluol) oder Hexogen-Trinitotoluol gefüllt sind. Das Ausmaß der zerstörenden Wirkung der Bomben hängt von der Abwurfhöhe, der Art und Menge des Sprengstoffes, der dicke der Bombenhülle und dem Sprengstoffanteil am Gesamtgewicht des Bombengewichtes ab. Die am meisten verwendeten Bombenarten hierbei sind:
- Splitterbomben mit einem Gesamtgewicht von 3 - 150 Kg und einem Sprengstoffanteil von 9 - 21 %
- Sprengbomben mit einem Gesamtgewicht von 100 - 1000 Kg und einem Sprengstoffanteil von 18 -50 %
- Minenbomben mit einem Gesamtgewicht von 200 - 4500 Kg und einem Sprengstoffanteil von 50 - 75 % und mehr
- Spezialbomben mit einem Gesamtgewicht von 100 - 5500 Kg und einem Sprengstoffanteil von 9 - 21 und mehr für den Einsatz gegen stark befestigte Bauwerke (Panzerbomben)
Brandwaffen
Brandwaffen sind Bomben, die unter Verwendung brandstiftender Mittel Brandherde erzeugen und dadurch Zerstörung hervorrufen. Als brandstiftende Mittel dienten Metallstaub, Metallstaub - Metalloxydmischungen oder Brennbare Flüssigkeiten . Hier gibt es wiederum zwei Arten, nämlich Elektron-Thermit-Brandbomben oder Flüssigkeitsbrandbomben. Die bekanntesten Brandbomben waren die sogenannten Stabbrandbomben, millionenfach in Massenproduktion hergestellt und abgeworfen. Die Stabbrandbombe mit Thermitmischungen hat die Eigenschaft, daß ihr Mantel aus Elektronmetall , bzw. Magnesium die Verbrennung verlängert
Übersicht über die im 2.WK am meisten eingesetzten Brandbomben
Großbritannien
- Phosphorbrandbombe mit einem Gesamtgewicht von 14 Kg und einem Benzol-Kunstharz-Phosphor-Gemisch
- Flüssigkeitsbrandbombe mit einem Gesamtgewicht von 113 Kg und einem Benzol-Kautschuk-Gemisch von 35 -50 Kg
- Groß-Phosphorbrandbombe mit einem Gesamtgewicht von 1800 Kg und einem Benzol-Kautschuk-Phosphor-Gemisch von 800 Kg
- Brandflaschen mit 0,77 Kg Gesamtgewicht und einem Benzol-Kautschuk-Schwefel-Phosphorgemisch mit einem Gewicht von 0,33 Kg
- Brandkanister . Gesamtgewicht 4,5 Kg gefüllt mit rind 2 Kg Benzin-Kunstharz Gemisch
- Phosphorkanister mit 22 Kg Gesamtgewicht und einem Gemisch aus Benzin, Kautschuk und Phosphor
USA
- Flüssigkeitsbrandbombe 2,7 Kg Gesamtgewicht und einem Inhalt von Benzin-Plexigum oder Benzin-Napalm
- Flüssigkeitsbrandbombe mit 45 Kg Gesamtgewicht mit den Branstoffen Benzin-Benzol-Kautschuk oder Benzin-Benzol-Kunstharz
UDSSR
- Brandbombe 10 Kg , Naphthalin-Thermit
- Brandbombe 50 Kg, Naphthalin-Thermit
- Molotow-Cocktail , 5,8 Kg Schwefelphosphor-Petroldestillat
Bombenflugzeuge - Die Bomber 1934
Bewaffnete Flugzeuge (Bomber)
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