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Verfüllhindernis 1

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Unterirdische Anlagen findet man häufig dann, wenn man sie am wenigsten braucht und erwartet. Im Rahmen einer Baumaßnahme überraschender Weise auf einen Stollen u. dergl. zu stoßen bedeutet im Regelfall Baustellenstopp, zusätzliche Gutachten, Bohrlochsondierungen und Verfüllung / Verpressung. 

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Der einfachste Weg, eine Luftschutzanlage zu begutachten ist, wenn noch die Eingangsbauwerke oder zumindest die Abgänge (Mauerwerk oder Beton) existieren. Diese sind oftmals etwas standfester gebaut worden .

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Aber auch durch die ehemaligen Notausstiege gelangt man in den Luftschutzbereich. I.d.R. sind Metalltreppen, Steigeisen oder Leitern wegen der Durchrostungsgefahr nicht mehr nutzbar.

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Bohrungen in zu großen Abständen bedeutet auch, daß Kameras nur punktuelle bzw. begrenzte Ansichten liefern können

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Bestenfalls zeigen die Kamerabefahrungen Ansichten langer Gänge, ggf. einen seitlichen Abgang oder Kreuzungen

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Um in einem Stollen um eine Ecke zu blicken bedarf es einer weiteren, kostspieligen Bohrung

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Durch das Befahren solcher Anlagen (wenn das Risiko kalkulierbar bleibt), können viele Aufschluß-Bohrungen erspart werden, weil die Anlagen vor Ort präziser und schneller aufgemessen werden können. Dabei besteht z.B. die Möglichkeit, weitere ehemalige Zugänge, die den Kameras verborgen geblieben sind, zu lokalisieren

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Ein großes Hindernis von Verfüll / Verdämmaterial sind zusätzliche Türen, die in Luftschutzanlagen entweder auf eine Personenanzahl begrenzte Räume unterteilten, oder als Systemtrenntüren unterschiedliche Bereiche abschottbar machten. Ein Erfahrungswert aus der Praxis ist, daß diese Türen überwiegend leicht geöffnet sind (siehe Bild oben)

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Hier ist ein Verfüllrohr dargestellt, durch das der Verdämmer eingebracht werden soll. Die LS Tür ist noch offen.

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Der Verdämmer wird eingebracht und schiebt durch den aufkommenden Druck die Luftschutztür zu. Der ehemalige Gasschutz wird praktisch wieder aktiviert.

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Auf der anderen Seite der Tür ist die dahinter vollzogene Verfüllung meist durch abgeflossenes schlamm - kalk - oder zementhaltiges Wasser erkennbar. Ansonsten werden solche Türen bei Verpressungen verbogen oder reißen nachträglich auf, so daß das zwischenzeitlich verfestigte Verdämmaterial sichtbar wird

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Hier der Aufbau eines gemauerten Stollens. Völlig außer acht gelassen wird die Tatsache, daß Luftschutzanlagen auch eine Entwässerung haben können (in blau dargestellt - das Kanalrohr), mit Sinkkästen versehen oder mit einfachen Einläufen bis hin zu Revisionsschächten. Nicht immer sind diese Abflußmöglichkeiten verschlossen und im Fall einer Verfüllung können die Kanäle mitverfüllt werden. Ungeplant und ohne weitergehende Kenntnisse führten solche Verfüllungen allerdings mancherorts bereits zu Problemen, weil genau solche Abwasserkanäle von Luftschutzanlagen auch an das städtische Kanalnetz angeschlossen waren. 

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Gelegentlich finden sich noch Zugangsmöglichkeiten in verfüllte Anlagen. Entweder übersehene Notausstiege, ehemalige verschüttete oder übererdete Lüftungsschächte, Abwasserkanäle oder über entstandene Tagesbrüche

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Weil Verfüllungsmaterialien mit den Luftschutztüren ihre Fließgrenze erreicht haben, besteht gelegentlich die Möglichkeit einer punktuellen Sichtung und Dokumentierung eigentlich verfüllter Anlagen

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Nicht nur Türen können zu einem Verfüllhindernis werden. Im vorliegenden Fall waren es banale Metallstäbe. Die Verfüllmasse hatte Lockermassen aus dem vorher erfolgten Abbruch mitgerissen. Steine, Metall - und Holzreste verfingen sich letztendlich zwischen den Gitterstäben und stoppten den Fluß des Verdämmers .

 

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