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beim

Studienkreis

Bochumer

Bunker

e.V.

 

Der SBB trägt alle Informationen rund um die Themen Bunker und Luftschutz zusammen, weil viele Kenntnisse nach dem Krieg verloren gingen, vernichtet oder verdrängt worden.

Das zusammengetragene allgemeine Wissen, das auf der SBB-Homepage eingesehen werden kann, ist nicht nur regional, sondern deutschlandweit angewandt worden. Natürlich gibt es auch die berühmten Ausnahmefälle, die bei den Recherchen gerne zur Kenntnis genommen und aufgearbeitet werden. Der Name Studienkreis Bochumer Bunker e.V. wurde in der Gründungsphase bei der Namensfindung übrigens bei der Abstimmung einstimmig gewählt, weil der Verein beim Amtsgericht Bochum eingetragen wurde. Deswegen ist der Luftschutzort Bochum “naheliegenderweise” Forschungs-Kerngebiet. TN_Luftschutz-Stollen_1935

Überwiegend dienen die geschichtlichen Rechercheergebnisse, wie z.B. die damalige Umsetzung der einschlägigen Bauvorschriften, in allen Bundesländern der besseren Beurteilung von Bauhindernissen oder Gefahrenstellen. Dazu zählen beispielsweise Tagesbrüche deren Ursache in verbrochenen Luftschutzanlagen zu suchen sind . Diesbezüglich konnte der SBB bisher in über 1500 kritischen oder problembehafteten Situationen Rat erteilen oder in akuten Gefährdungsbereichen direkt vor Ort beratend tätig werden. Spektakuläre Einsätze, wie z.B. unter der Petrikirche in Wiemelhausen oder im Stollen Ruhrblick Hattingen sind dabei seltener. Ein Beispiel, wo der SBB fast schon im vorübergehen mit Kenntnissen helfen konnte, war beim Bau der neuen Ruhrbrücke Hattingen. Hier war beim Bau der Straße direkt neben der Brücke ein Tagesbruch aufgetreten. Durch die Zeitzeugenbefragung der Bauleitung wurde sogar ein Stollen vermutet, der direkt unter den neu gebauten Brückenfundamenten verlaufen wäre. Ein kompletter Baustellenstopp mit horrenden finanziellen Verlusten kündigte sich an. Selbst ein Behördentermin brachte keine fruchtbaren Ergebnisse, so daß hier zunächst ein Bodengutachten erstellt werden sollte. Das drohende Unheil dauerte so lange, bis der SBB vom Denkmalamt hinzugezogen wurde. Nach dem Einstieg in den Tagesbruch stand fest, daß hier lediglich ein Deckungsgraben angetroffen worden war, der auch keinen Einfluß auf die Standfestigkeit der Brückenelemente haben, und der durch einfaches ausbaggern innerhalb eines Tages beseitigt werden konnte. Es gab aber auch schon Fälle, in denen der Rat des SBB ignoriert wurde. In diesen Fällen traten dann genau die unerwünschten Situationen ein, die eigentlich vermeidbar waren - siehe Sicherung eines Tagesbruches am Ruhrblick in Hattingen. Trotz vielfachen Hinweisen und Warnung wurde “blind verfüllt”, mit dem Ergebnis, daß der Dämmer erst einmal als “durchgehende Position” in die Ruhr floß. Bergbau ist kein Luftschutz.

 Überwiegend können sogar viele Situationen anhand von Beschreibungen, Plänen, Luftbildern und Fotos abgehandelt werden. Aus diesem Grunde ist der SBB in der Lage, viele Problemstellungen telefonisch abzuklären und den Hilfesuchenden fachlichen ersten Rat zu zu geben.

Den Luftschutz zu erforschen ist eine große Aufgabe, auch wenn es anders erscheint. Beginnend bei der Gesetzgebung über diverse Vorschriften, Anweisungen und Abhandlungen, vom Material - und Ausstattungsbedarf bis hin zu der Beschaffung und vom Maschineneinsatz bis zum Arbeitskräfteeinsatz gibt es noch vieles zu erhellen. 

Heutzutage wird die Bezeichnung “Bunker” oftmals in Unkenntnis verwendet und suggeriert in den meisten Fällen eine scheinbare Sicherheit. Selbst die einfachsten Luftschutzkeller oder Deckungsgräben werden dadurch, zumindest verbal, gewollt oder ungewollt, unberechtigt aufgewertet. Letztendlich glauben viele Menschen sogar, daß ein Atombunker tatsächlich sicher ist gegen Bomben. Hier sprechen übrigens Fachleute von Strahlenschutzräumen mit kleiner oder großer Technik, oder von Grundschutzanlagen. Diese wurden im kalten Krieg meist als MZA (Mehrzweckanlage) geschaffen. Und wer von einem ABC-Bunker spricht, sollte wissen, daß dieser nur teilweise vor herkömmlichen Bomben schützt. Teilweise deshalb, weil mancherorts alte, damals bombensichere Luftschutzbunker aus dem 2.Weltkrieg zu ABC-Schutz-Anlagen umgebaut wurden. Nur diese schützen noch einigermaßen vor Sprengbomben in den Kalibern der damaligen Abwurfmunition.

Die interessanteste Luftschutzanlage, die der Studienkreis Bochumer Bunker sichten konnte, war die U-Verlagerung der Stromverteilung des Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation. Diese spezielle, weltweit einzigartige Sach- und Personen-Luftschutzanlage wurde zwischenzeitlich komplett beseitigt. Im Werk selbst bezeichneten Werksleitung und Mitarbeiter den “Bunker” Tunnelverteilung. 

 

Die Erforschung von Luftschutzanlagen aller Art ist ein sehr umfangreiches Feld. Wer sich mehr als nur oberflächlich damit befassen will, sollte sich schon zahlreiche fundierte Kenntnisse aneignen, um mehr als nur Länge, Breite und Wandstärken benennen zu können. Aus diesem Grund sind hier auf der Homepage einige Themen zu finden, die auf den ersten Blick keinen direkten Zusammenhang erkennen lassen. Um das vorhandene Wissensspektrum zu überblicken, haben wir die von uns durchgearbeitete Literatur gesondert aufgelistet. Die meisten Fachbücher sind in den großen Archiven zu finden. Hier der Link zu unseren Quellen

Besonders nachdenklich stimmt der “Zeitgeist” in Sachen Gerüchte und Spekulationen. In den letzten Jahren werden fast schon regelmäßig in den Medien abenteuerliche Themen rund um Luftschutzanlagen wild zusammengestrickt. Dadurch werden mancherorts normale Menschen mit einem Schatzsuchervirus geimpft, den sie auch ohne Vorkenntnisse gerne ausleben wollen. Für all diejenigen, die Denken, daß man nur in einen Luftschutzstollen einbrechen muß, um das versteckte Bernsteinzimmer, das Reichsgold oder Waffen zu finden, hier nur mal etwas zum Nachdenken: 1.) Wenn die Nazis hätten etwas verstecken wollen, hätten sie das bestimmt nicht in einem genutzen LS-Stollen gemacht. Die Schutzsuchenden hätten sich deswegen auch keinen weiter entfernt gelegenen Schutzraum gesucht. Und wenn, wäre das Geschrei so laut gewesen, daß das “Versteck” auch bei den Alliierten zu hören gewesen wäre. 2.) Nach der Vereinnahmung durch die Allierten, wurden von diesen zunächst die Verwaltungen aufgesucht und die Listen aller LS-Anlagen vereinnahmt. dadurch konnten alle LS-Anlagen systematisch nach versteckten Partei- und Wehrmachtsangehörigen, wie auch nach Wertgegenständen und Waffen durchsucht werden. Im Rahmen von Befragungen wurden zudem auch kleinste Werkluftschutz - und Privatanlagen in Hinterhöfen durchforstet. 3.) In der Nachkriegszeit wurden, anläßlich eines Unfalles mit Kindern, ab 1952 alle Luftschutzanlagen noch einmal gesichtet und gesichert. Wer heutzutage also denkt, er könne etwas verwertbares in Luftschutzanlagen finden, sollte sich erst einmal Gedanken darüber machen.

 

 

 

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Die weltweit erste Dokumentation eines kompletten Werkluftschutzes ist fertig. Nach dem sang - und klanglosen “Verschwinden” unserer bisherigen Verlegerin suchen wir einen neuen Verlag

 

Archiv-Einblick mit weiterführenden Links in die Plankammer

 

 

 

 

 

 

 

 

Einen ersten, kleinen Einblick über unsere Tätigkeit können sie sich mit der nachfolgenden Reportage von center.tv-ruhr verschaffen. Hier haben sie die Möglichkeit, etwas über den historischen Luftschutzstollen in der Henrichshütte zu erfahren, wie auch einige der allgemeinen Zustände im Luftschutz. Es sind insgesamt vier Teile, die über die nachfolgenden Links zu erreichen sind

Teil 1    Teil 2     Teil 3    Teil 4

 

 

 

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